Nicht jedem steht ein Garten direkt am Haus zur Verfügung. Doch das braucht es auch gar nicht. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wo Sie sonst noch gärtnern können:

  • Auf einem Balkon, einer Terrasse und sogar auf der Fensterbank lässt sich so allerlei anpflanzen. Es müssen nicht immer Geranien sein, die diese naturnahen Wohnbereiche begrünen, die Auswahl an Zierblumen ist riesig. Auch Obst und Gemüse lassen sich dort anbauen. Ob Kräuter, Tomaten, Erdbeeren oder Pflücksalat, es gibt viele Pflanzen, die auch im Topf gut gedeihen.

  • Eine weitere Möglichkeit zum Gärtnern bietet eine Laube, ein Heim-, Familien- bzw. Schrebergarten oder eine Parzelle. Es gibt unterschiedliche Bezeichnungen für diese grünen Orte der Erholung, gemeint ist aber immer dasselbe: ein Stück Land, das meist durch Zäune oder Hecken abgegrenzt und von Vereinen verwaltet wird. Diese verpachten die Grünanlagen an ihre Mitglieder. Früher galten Schrebergärten als Rentnerparadies mit strikten Regeln und selbsternannten, übellaunigen Aufpassern. Heute zieht es vor allem junge Familien auf die grünen Parzellen. Sie wandeln dieses Bild der Gartenkolonie und hauchen den Heimgärten neues Leben ein.

  • Wie wäre es mit einem Mietgarten – hier hat jeder die Möglichkeit zu gärtnern und frisches Gemüse zu ernten. Die vorbereiteten Flächen warten meist mit allem auf, was das Gärtnerherz begehrt: Gartenwerkzeug, Gießwasser sowie Pflanz-, Pflege- und Ernteanleitungen. Garten-Neulinge finden hier einen idealen Ort zum Einstieg und Menschen mit grünem Daumen können ihrer Leidenschaft frönen. Einen Bericht zum Thema und eine Übersicht einiger Anbieter mit mehreren Standorten gibt es auf der Website der Stiftung Warentest. 

  • Ob in Berlin oder München, Zürich, Wien, London oder New York: in vielen Städten entwickeln sich neue Gartenformen. Das sogenannte Urban Gardening ist ein Trend, der im städtischen Raum neue Möglichkeiten eröffnet, gemeinsam zu Gärtnern. Interkulturelle Gärten, Community Gardens, City Farms oder Nachbarschaftsgärten bieten Orte, an denen Interessierte zusammenkommen und den urbanen Raum begrünen. Eine Übersicht über Projekte und Orte finden Sie unter https://anstiftung.de/urbane-gaerten/gaerten-im-ueberblick

Beratungen und Kurse zum Thema Gärtnern bieten die Gartenakademien der Länder: www.gartenakademien.de

Aktiv im Grünen – Gärtnern als Fitnessprogramm

Gärtnern ist abwechslungsreich. Es kann entspannend oder anstrengend sein, je nachdem, wie Sie es angehen. Zwiebeln und Sämereien einpflanzen, umgraben, Gehölze schneiden – all das fordert Flexibilität und Ausdauer.
Beim Gärtnern können Sie die gleiche Anzahl an Kalorien verbrauchen, wie in einem Fitnessstudio. Graben, Harken und Mähen sind besonders anstrengend.1 Man muss aber nicht gleich zwei Stunden Unkraut rupfen. Ihre Gartenarbeit sollte Sie nicht überfordern. Betrachten Sie das Rasen mähen eher als leichtes Jogging und die Beetpflege als Gymnastik.

Infobox: Darauf sollten Sie achten

  • Einige Gartengeräte sind nicht „ohne“. Ob Rasenmäher, Heckenschere oder Häckselmaschine, lesen Sie die Gebrauchsanweisungen genau und fragen Sie im Zweifel beim Kauf nach, wie man das Gerät korrekt verwendet.
  • Gärtnern kann anstrengend sein. Ob Sie auf Knien Unkraut jäten oder beim Umpflanzen schwere Gewichte stemmen, Sie sollten auf Ihre Körperhaltung achten und sich nicht überanstrengen. Vor allem im Sommer ist es außerdem wichtig, ausreichend zu trinken.
  • Große Hitze oder Kälte können bei einigen Menschen mit Migräne eine Schmerzattacke auslösen. Achten Sie darauf, weder in der prallen Sonne noch bei frostigen Temperaturen zu Gärtnern. Tragen Sie im Sommer einen Sonnenhut oder eine Sonnenbrille. Auch Sonnenschutz für Ihre Haut ist wichtig.

Back to the roots – Gärtnern erdet

Gartenarbeit hat auch einen entspannenden Charakter. Beim Pflanzen, Säen und Jäten gestalten wir die Natur mit unseren Händen und können sie mit allen Sinnen genießen. Wir riechen den Duft der Blumen, frisches Gras, die Erde, ... Wir erleben die Schönheit der Natur und sehen, wie alles wächst, gedeiht, wie manches vergeht und wiederkehrt. Wir wühlen in der Erde, ertasten Gras, Blätter, Blumen und können die Früchte unserer Arbeit ernten und sie schmecken. Gärtnern verbindet uns mit der Natur. Es erdet uns, lässt uns zur Ruhe kommen und kann Stress reduzieren.2

Atmen Sie auf – Gärtnern bringt frische Luft

Wir verbringen heute viel Zeit im Sitzen, sei es bei der Arbeit, beim Fernsehen oder am Computer. Leider oft mit einem krummen Rücken. Das zwängt das Zwerchfell ein und als Folge atmen wir flacher und schneller.3 Das bereitet dem Körper Stress und erhöht den Blutdruck. Gärtnern erfordert viele unterschiedliche Körperhaltungen, das entlastet nicht nur die Rückenmuskulatur, sondern auch das Zwerchfell. Außerdem laden die Düfte der Natur zum Schnuppern ein. In der Natur atmen wir meist tief durch und füllen unsere Lungen mit frischer Luft.

Es werde Licht – tanken Sie beim Gärtnern

Beim Gärtnern halten wir uns draußen auf und tanken natürliches Licht. Licht bzw. seine Abwesenheit lässt uns tagsüber aktiv sein und abends müde werden. Doch Licht ist nicht gleich Licht. Unser Körper ist auf natürliches Licht ausgelegt. Ein Mangel an Licht, das wie das Sonnenlicht alle Wellenlängen enthält, bringt unsere innere Uhr aus dem Takt und kann zu Antriebslosigkeit und Depression führen. Umgekehrt versetzt uns Sonnenlicht meist in eine gute Stimmung. Diese Effekte werden über die Hormone Melatonin und Serotonin gesteuert. Ein Grund mehr also, zur Pflanzenschere zu greifen und mehr Zeit draußen zu verbringen.4

Infobox: Wild Thing – Essbares aus der Natur

Wer keine Lust hat, Beete umzugraben und sich dennoch an der Natur laben möchte, sollte auf der Seite von mundraub.org vorbeischauen. Auf einer interaktiven Karte finden sich unzählige Obst- und Nussbäume, Sträucher mit essbaren Früchten und Kräuter, an denen sich die Allgemeinheit bedienen darf. Von Äpfeln über Hagebutten und Walnüsse bis zu Quitten und Holunder – der Tisch an Gaben der Natur ist reich gedeckt. Mundraub organisiert auch Ernte-, Pflanz- und Pflegeaktionen.

Referenzen:

  1. Thomson R. Clin Med (Lond) 2018; 18(3); 201–205.
  2. Van Den Berg AE, Custers MH. J Health Psychol 2011; 16(1); 3–11.
  3. Entspannt durch Bauchatmung, www.hkk.de/themen/entspannung-und-stressvermeidung/bauchatmung, Datum des letzten Abrufs: 24.06.2021.
  4. Welt. So wichtig ist Sonnenlicht für unsere Gesundheit, www.welt.de/gesundheit/article153812455/So-wichtig-ist-Sonnenlicht-fuer-Ihre-Gesundheit.html, Datum des letzten Abrufs: 24.06.2021.

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